Gwenny geht am nächsten Morgen erstmal joggen um ihrem Bewegungsmangel der letzten Tage etwas entgegenzusetzen. Schon erstaunlich. Hier gibts wohl auch die schwäbische Kehrwoche! Jedenfalls sieht man fast vor jedem Haus die Bewohner fegen! WIr vergammeln den Tag im Innenhof und setzen uns am Nachmittag mal wieder in den Bus: Heut fahren wir über Nacht nach Buenos Aires.
Donnerstag, 18. März 2010
San Juan, Argentinien
Gwenny geht am nächsten Morgen erstmal joggen um ihrem Bewegungsmangel der letzten Tage etwas entgegenzusetzen. Schon erstaunlich. Hier gibts wohl auch die schwäbische Kehrwoche! Jedenfalls sieht man fast vor jedem Haus die Bewohner fegen! WIr vergammeln den Tag im Innenhof und setzen uns am Nachmittag mal wieder in den Bus: Heut fahren wir über Nacht nach Buenos Aires.
Mendoza, Argentinien
In der Stadt stehen so wunderbar alte Autos rum, wir werden sogleich mal eine kleine Umschau einschieben:
Nachdem hier gerade das große Weinfest ist und die empfohlenen Unterkünfte alle belegt sind, landen wir in einem Hostel mit tollem Pakettboden, hohen Wänden, großer Küche und Dachterasse. Auch die Leute sind witzig und die meisten wohnen da auch irgendwie - zumindest für ein paar Monate - aber (!): No esta limpio!!! Esta bastante sucio!!! Wir sehen über die klebrigen Stellen hinweg und geniessen das Gute! Zum Beispiel den Grill, auf dem wir leckeres argentinisches Rindfleisch grillen...
Gleich am nächsten Tag unternehmen wir eine spaßige Tour: Wine and Bike! Wir bekommen beim Fahrradverleih eine Karte in die Hand gedrückt, auf der alle möglichen Adressen eingezeichnet sind, die man im Rahmen dieser Tour besuchen kann und dann gehts los. Zuerst sind wir etwas erstaunt über die unromantische, staubige und wildbefahrene Straße, auf der wir hauptsächlich entlangfahren müssen, um die Winzer zu erreichen. Da gibt das Remstal landschaftlich doch einiges mehr her!!!
Der nächste Tag ist zwar echt angstrengend und schon fast eine Kaffeefahrt (Busfahren, am Aussichtspunkt aussteigen und Fotos machen, einsteigen, weiterfahren,...) aber die Landschaft ist etwas ganz Neues für uns: Wir fahren in die hohen Anden an die Grenze zu Chile, sehen unterwegs die beeindruckenden Formationen der Anden und im Hintergrund liegt der 6962 m hohe Aconcagua mit Schneehaube. Toll!!!
Völlig platt vom langen Hocken freuen wir uns auf morgen, wo wir wieder mit dem Bus fahren dürfen... ;)
Montag, 8. März 2010
San Carlos de Bariloche, Argentinien
Ehrlich gesagt waren die 28 Stunden am Ende doch recht lang und wir sind gottfroh, als wir in Bariloche aussteigen dürfen. Witzig, nicht nur duch die Landschaft mit den netten Seen zwischen den Bergen und dem vielen Grün erinnert an die Schweiz oder den Schwarzwald. Nein, es gibt auch tatsächlich Schwarzwälder Kirschtorte - allerdings ohne Schnaps :( und es reihen sich die Schokoladenläden nebeneinander. Außerdem gibts Käsfondue und Forelle und die Häuser sind aus Stein und Holz gebaut, so dass sie wirklich aussehen wie in unseren Ski- oder Schwarzwaldorte! (Im Winter kann man hier super Skifahren - aber jetzt ist Sommer und es ist richtig warm!) Der Knaller war dann noch, dass sogar die Wildegger Herzbuben aus dem Kiosk gesungen haben!!! 6 Nächte im selben Hostel, da kennt man dann schon die anderen (oder kontaktiert die, die man kennt) und es ist abends wie nach Hause kommen!
Die ersten zwei Tage machen wir auch erstmal gar nix: Lange, lange schlafen und das Städtchen erkunden und einen kleinen Alt-Oma-Ausflug mit einer österreichischen Gonel auf den Cerro Otto, um das Panorama mit den schönen Seen, Bergen und orangenen und rosanen Blumen zu geniessen...
Am folgenden Tag fahren wir mit Fahrrädern den Circuit Chico, Gwenny badet wieder einmal sehr schön und wir lernen lustige Iren und eine Deutsche kennen, mit denen wir dann am Abend das argentinische Stout-Bier testen :)
Obwohl wir eigentlich schon wieder Lust hätten, eine Mehrtageswanderung zu machen beschränken wir uns auf eine Tagestour zum Refugio Frey - das Land ist ja noch so groß und sooo viel Zeit haben wir ja auch nicht mehr ;)
Erst sind wir von der Landschaft im Nationalpark Nahuel Huapi etwas enttäuscht, doch je höher wir kommen umso faszinierter sind wir wieder.
Bei einer sanfteren Stromschnelle dürfen wir rausspringen und uns einfach den Wellen überlassen (Beine voran und bei den Felsen abstoßen, bei den großen Wellen dann besser die Luft anhalten...). Wow!
Unseren Sieg übers Wasser feiern wir dann mit der Mannschaft bei Parilla und Wein. Sehr schön! Parilla ist hier ein feststehender Begriff: Gegrilltes Fleisch (bei uns heute Lamm) und verschiedene Würstchen (Blutwurst und Chorizo) und ein klein wenig Salat.
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